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Schwalbe NEU

Spritverbrauch:  76,22 Liter

Kilometerleistung:  2742 Km

Infos

Der Freistaat Thüringen wurde 1990 aus den drei DDR-Bezirken Erfurt, Gera und Suhl sowie einigen angrenzenden Gebieten wiedergegründet.

Der Thüringer Wald im erweiterten Sinne ist ein ca. 150 km langes und bis zu 35 km breites, waldreiches Mittelgebirge im Freistaat Thüringen.

Der Freistaat Sachsenist ein Bundesland im mittel-östlichen Teil Deutschlands. Sachsen führt heute, wie schon als Gliedstaat des Deutschen Reichs von 1919 bis 1933, die Bezeichnung Freistaat.

Die Straßenin den neuen Ländern haben völlig unterschiedliche Qualitäten. Vom glatten Asphalt, bis zum alten DDR Kopfsteinpflaster, das einem vor allem auf den Nebenstrecken begegnet. Was als 50 ccm Fahrer lästig ist, sind die vielen Kraftfahrstraßen, die ich nicht benutzen durfte. Leider gab es auch keine alternativ Ausschilderung für Radwege, über die ich durchaus gefahren wäre. Lieber unerlaubt einen Radweg, als eine KFZ-Straße benutzen.

Meine Schwalbe, eine KR 51/2 L, Baujahr 1980, eignet sich durchaus für längere Touren, wie schon der „Schwalbenflug“ von Claudia Schäfer und Steffen Honzera nach Addis Abeba (Äthiopien) bewiesen hat. Einzig die Sitzbank könnte besser gepolstert sein, was ich im laufe des Winters noch nachholen werde. Die Schwalbe ist noch völlig Serienmäßig, wenn man von der 12 Volt Licht, - und Zündanlage absieht. Die Höchstgeschwindigkeit liegt in der Ebene (die Betonung liegt hierbei auf Ebene) bei 60 Km/h.

Meine Ersatzteile hielten sich in Grenzen. Außer zwei Zündkerzen hatte ich nur einen Ersatzschlauch für die Laufräder mit. Da bei der Schwalbe das Vorder, und Hinterrad die gleich Größe hat brauchte ich nur einen mitzuführen. Wie es sich bei meinen frühren Reisen herausgestellt hat, ist sowieso nie das Teil mit dabei welches die Funktion einstellt. Also lieber weniger mitnehmen. Diesmal war es die Kette die nicht mehr wollte. Zum Glück war ich in der richtigen Gegend unterwegs, und mir wurde schnell geholfen.

Zum Gepäcktransport habe ich mir außer dem Topcase; das immer montiert ist; noch eine Satteltasche von Louis zugelegt. Außerdem kam noch meine bewährte Magnettanktasche mit den Regensachen auf dem Motortunnel zum Einsatz. In die Satteltaschen, die nicht Wasserdicht sind, kamen alles, außer den Anziehsachen, in ins dichte Topcase wanderten. Wasserempfindliches, wie Akkulader, Bücher und anderem habe ich in Plastik eingewickelt. Bis auf die Rückfahrt hat es aber während der ganzen Tour nicht geregnet.

Zum ersten mal habe ich eine fast Papierlose Reise unternommen. Alle Karten, Tourdaten, (Anschriften, Öffnungszeiten) Wegpunkte und Routen waren in einem Yakumo Delta 300 PDA gespeichert. Zum einen ist der Platz für das Gepäck auf einem kleinen Roller so eingeschränkt das ich kaum alle Karten (in einem vernünftigen Maßstab) mitführen konnte, zum anderen ist die Datenflut an Wegpunkten, bei der Benutzung von Landstraßen so groß, das der Speicher vom GPS 72 nicht ausreichte. So konnte ich Abends im Zimmer immer das GPS für den nächsten Tag füttern. Für den unwahrscheinlichen fall das die Geräte versagt hätten hatte ich noch eine Deutschlandkarte mit, die allerdings im Maßstab 1:800.000. Zumindest  hätte ich damit wieder nach Hause gefunden.

Die Gasthöfe, als da waren der Thüringer Hof in Suhl, der Gashof Böhmisches Tor in Annaberg-Buchholz, Am alten Bauernhafen in Lübbenau, und die Neue Quelle in Wernigerode. Dazu kommt noch die Ferienwohnung bei Frau Kluge in Dresden. In allen Gasthöfen habe ich mich wohl gefühlt, das schönste war die Hütte im Garten des Bauernhafen. Bis auf das Böhmische Tor hatten alle einen Parkplatz für die Schwalbe im Hinterhof.