Schwalbe NEU
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Nachtrag 2018: Mittlerweile ist das Museum in Moers aufgelöst.

  Meine heutige Sonntagstour hat gleich zwei Ziele. Der erste Abschnitt führt mich nach Moers, zum Niederrheinischen Motorradmuseum, dann geht es über den Rhein, zur Nachbarstadt nach Duisburg. Dort möchte ich das Binnenschifffahrtmuseum besuchen.

  Das GPS ist mit allen Daten für die Strecke gefüttert, damit kann ich mir Unterwegs das Anhalten für den Blick auf die Karte sparen

Schöne Allee in der Niederrheinischen Tiefebene

Blich übers GPS

  Bevor ich nach Moers abbiege, und damit die Landstraße verlasse, biege ich noch nach Wachtendonk ab. Dieser Ort hat eine malerische Altstadt, die zum größten Teil unter Denkmalschutz steht.

Schwalbe in Wachtendonk, dessen Häuser für mich schon einen holländischen Touch haben

Schön bewachsen

  Nach einem kurzen Rundgang, sitze ich wieder auf Schwalbe, um mein erstes Ziel zu erreichen. Davor hat aber das Moerser Verkehrsamt noch eine Aufgabe in Orientierung gegeben. Eine Straße ist gesperrt, und die Umleitung ist nicht nur eine Umleitung, sondern auch ein Riesen Umweg. Mit dem GPS am Lenker kann ich durch eine 30 Km/h Zone den Weg abkürzen.

Alleine vor dem Motorradmuseum in Moers

Vor dem Museum

  Im Museum, sind auf einer Fläche von etwa 1000 m², wohl über 300 Motorräder und Mopeds zu sehen. Darunter viele Marken, die ich vor dem Besuch überhaut nicht kannte. Der Name Neander war mir bis heute überhaupt kein Begriff. Und hier stehen Fahrzeuge des Dürener Fahrzeughersteller in der Halle.

Miele produzierte nicht nur Haushaltsgeräte, sondern auch Fahrräder, oder wie auf dem Bild zu sehen auch Mopeds

Heute nur noch Waschmaschine und Co

  Anton Schuth und seine Frau Käthe sammelten schon seit 1970 unermüdlich Motorräder und Ersatzteile. Es wurde restauriert, repariert, poliert, bis sie dann im Jahre 1985 das Museum eröffneten.

Der DKW Hobby aus den 50er Jahren sieht der Schwalbe sehr ähnlich. Wer hat da wohl von wem abgeschaut?

Schöne Roller

  Viele Motorräder hatten eine besondere Beziehung zu Anton Schuth, der am 26.Mai 2005, nur zwei Tage nach dem 20. Geburtstag seines Museum, gestorben ist. Wie die Rechnung, über ein „D“-Motorrrad, das wahrscheinlich sein Vater gekauft hat, belegt.

Der elektrischen Hupe hat er wohl nicht vertraut. Zusätzlich har Heinrich Schuth eine Ballhupe für 7 RM geordert

Rechnung

Das Motorrad zur Rechnung. Die erstklassig Restaurierte „D“

Und das Moped dazu

  Zu den 300 Fahrzeugen gesellen sich auch noch etwa 300 Motore, die, um das Innenleben sichtbar zu machen, aufgeschnitten sind. Unter den vielen Originalen ist auch ein Nachbau. Das erste Motorrad von 1885, ein hölzernes Vehikel mit 0,5 Pferdestärken und 6 Km/h Höchstgeschwindigkeit. Nach einer Idee von Gottlieb Daimler, hat es Wilhelm Maybach konstruiert. Das Original ist einem Brand zum Opfer gefallen.

Die NSU Parade. Auch die, seinerzeit von mir ins Auge genommene, Quick ist dabei

War die Alternative zur Schwalbe

Auch Exoten, wie die Herkules mit Wankelmotor stehen im Museum

Alles vergangene Marken

Weitere Bilder aus dem Museum Schuth (Klick)

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  Nach dem Rundgang durch das Niederrheinischem Motorradmuseum geht es weiter, zu meinem zweiten Ziel, dem Binnenschifffahrtmuseum in Duisburg. Es geht nur kurz über dem Rhein, dann stehe ich schon vor dem Museum.

  In dem ehemaligen Jugendstil Hallenbad von 1910 wurde im Jahre 1998 das Binnenschifffahrtmuseum eröffnet. Die Binnenschifffahrt von seinen Anfängen bis Heute ist das Thema im Museum. Blickfang und Mittelpunkt im Becken der ehemaligen Herren-Schwimmhalle ist die Tjalk "Goede Verwachting", ein Lastensegler aus dem Jahre 1913

Unter vollen Segeln steht der Lastensegler im Schwimmbecken ohne Wasser

Segler im Schwimmbad

  Viele Ausstellungsstücke stehen in Vitrinen, die ich leider ohne Polfilter, der zuhause liegt, nicht Fotografieren kann. Der Rundgang geht vom Erdgeschoss und erste Etage in den Keller des ehemaligen Bades. Dort bin ich in Bereiche, die der frühere Badegast nie zu sehen bekommen hat. In einer Ecke ist ein Teil der Beckenwand herausgeschnitten, so das ich in das alte Becken treten kann. Mein Blick fällt auf den Rumpf des Lastensegler und einem Taucher, was mir sagt, das ich mich „unter Wasser“ befinde.

Den „Rheingrund“ mal mit trockenen Füßen und mit guter Sicht betreten

R(h)eintauchen

  Nachdem ich meine Jacke aus dem Spint (Überbleibsel vom Schwimmbad?) genommen habe, mache ich mich wieder auf dem Weg nach Hause. Bei herrlichstem Aprilwetter fahre ich an Blühende Rapsfelder vorbei, die einen schönen Kontrast zu der blauen Schwalbe bilden.

Raps und Schwalbe
Raps und Baum

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