Die Reisen des Karl-H. Mohr

Letzte Bearbeitung:

03.01.2011

Firma Simson

1841 Basis war ein Stahlhammer, der von Andreas Bauer gegründet wurde.

1854 Ankauf des Stahlhammers von den Brüder Simson. Die Produktion von Holzkohlenstahl lief weiter, das Erzeugnis wurde aber bald für die Herstellung von Waffen verwendet.

1896 Das erste Fahrrad, das englischen Vorbildern ähnelte. Die Firma Simson wurde bald zu einem der großen Fahrradproduzenten.

1904 Die ersten PKW mit Fünfzylinder-Motor entstanden bei Simson.

1923 – 1930 Produktion des Rennwagen „Simson-Supra“, der im Rennsport sehr erfolgreich war.

1934 Nach einem Scheinprozess wurde die Familie Simson de facto enteignet, und der Betrieb umbenannt in „Berliner-Suhler Waffen- und Fahrzeugwerke Simson & Co.“ (BSW) Hintergrund der Enteignung war, das nach der Machtübernahme 1933 durch die Nationalsozialisten die Firma Simson in Suhl der einzige konzessionierte Waffenproduzent für Maschinengewehre war.

1935 Die BSW wurde Grundstock des neuen Rüstungskonzerns „Wilhelm-Gustloff Stiftung“, geleitet durch den damaligen Gauleiter Fritz Sauckel.

1936 Die Familie Simson flieht vor der Judenverfolgung aus Hitlerdeutschland. Die Produktion konzentriert sich auf Waffen. Trotzdem geht das Leichtmotorrad BSW 98 mit Sachsmotor in Serie.

1939 Umbenennung in „Gustloff-Werke – Waffenwerke Suhl“

1946 Das Werk wir vom Alliierten Kontrollrat, der Sowjetunion als Reparationszahlung zugesprochen und weitgehend demontiert.

1947 Simson wird der sowjetischen Aktiengesellschaft „SAG Autoweb“ (AWO) eingegliedert.

1948 Das Werk erhält von der sowjetischen Militäradministration (SMAD) den Befehl, ein seitenwagentaugliches Motorrad mit 250-cm³-Viertaktmotor zu bauen, die legendäre AWO 425. Dieses Modell ähnelt sehr stark der EMW beziehungsweise BMW R25.

1950 Der Verkauf, der „AWO 425“ läuft mit Erfolg.

1.Mai 1952 Das Werk wird als „VEB Fahrzeug und Gerätewerk Simson Suhl“ als volkseigener Betrieb der DDR, in das IFA-Kombinat eingegliedert. Produziert wurden neben der AWO 425 auch Mopeds, Mokicks und Roller.

1961 Der Siegeszug der Simson-Vögel beginnt. Schwalbe, Spatz und Star gehen vom Band.

1964 Die Produktion der AWO 425 (oder damals auch Simson 425) wird zugunsten der kleineren Fahrzeuge. eingestellt

1975 Die „S50“ kommt auf dem Markt.

1992 Mitarbeiter gründen die „Suhler Fahrzeugwerke GmbH“ und führen die Produktion und dem Namen Simson fort.Nach mehreren Beinahe Insolvenzen musste die Firma Simson am 18. Juni 2002 endgültig Insolvenz anmelden. Der Firmenbesitz wurde im Mai 2003 versteigert. Die Ersatzteilversorgung ist vorerst durch diverse Teilehändler gesichert. Einer der Hauptaufkäufer ist ein Großhändler, der mittlerweile auch wieder einzelne Teile in Suhl produziert.

[Schwalbenflieger] [Feuerwehrmuseum] [Zeche Nachtigall] [Moers - Duisburg] [Engelskirchen] [Braunkohle] [Duisburg] [Heimbach] [Neanderthal] [Selfkantbahn] [Maasplassen] [Deutschland 2008] [Kevelaer 2008] [Hafen Duisburg 08] [Henrichshütte 08] [Hellenthal] [Hallo ich bin's] [Die Schwalbe] [Mönchengladbach] [Firma Simson] [Kontakt] [Impressum]