Die Reisen des Karl-H. Mohr

Letzte Bearbeitung:

03.01.2011

Minden

Minden

  1882 wurde der Eimerkettendampfbagger „Minden“ auf der Werft „Gebr. Schulz Schiffs- und Maschinenbau in Mainz gebaut. Ihr Einsatzgebiet war die Weser. Bis in die 1970er Jahre konnte man den Schornstein rauchend und dampfend beobachten, doch dann kam das aus. Die Lärmentwicklung durch die scharrende Eimerkette, und der hohe Energieverbrauch waren einfach nicht mehr Zeitgemäß. Außerdem stieg die Reparaturhäufigkeit. Er konnte modernen Geräten auf Dauer nicht mehr mithalten. 1979 kam das „Aus“.

   Dabei hatte sich der Dampfantrieb in der Frühzeit als besonders günstig für den harten Schieferton des Wesergrundes erwiesen. Wenn die Eimer festhakten, blieb die Maschine stehen; ein Rücklauf schadetet ihr nicht. Mit einem erneuten Kraftstoß wurde der Brocken dann losgebrochen. Das gebaggerte Material fiel auf ein Förderband und von dort auf einen längsseits liegenden Kahn.

   Seit 1982 liegt die „Minden“ als Museumsschiff in Duisburg, dabei ist der Dampfbagger, der keinen eigenen Antrieb hat, eigentlich ja gar kein Schiff. Er wurde über größere Strecken geschleppt, und am Einsatzort bewegte er sich mit Winden an Ketten hin und her.

Technische Daten:

Länge: 23,00 m

Breite: 6,18 m

Tiefgang: 0,94 m

Gewicht: 110 t

Baujahr: 1882

Antrieb der Eimerkette: Zwillings-Hochdruck-Dampfmaschine

Kohleverbrauch: 50 kg/Stunde

Baggerleistung: 75 Tonnen/Stunde

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