Die Reisen des Karl-H. Mohr

Letzte Bearbeitung:

03.01.2011

Selfkantbahn

16.9.2007

  Mein heutiges Ziel liegt nahe der Holländischen Grenze, bei Gangelt. Genaugenomen Schierwaldenrath, einem Ortsteil von Gangelt. Dort ist nämlich der Startpunkt der Selfkantbahn, mit der ich heute eine Runde mitfahren möchte

.Wie immer springt Schwalbe sofort an. Es ist schon langweilig das zu schreiben, aber besser so als wenn jede Ausfahrt mit einer Reparaturstunde anfangen würde. Wenn es die Zeit zulässt, will ich mir auf dem Rückweg noch zwei Windmühlen ansehen. Während ich durch Mönchengladbach fahre habe ich auf einmal eine Idee für ein Photo. Schwalbe vor dem Wickrather Schloss. Zum Glück bin ich früh dran, denn anscheinend ist heute ein Reitsportturnier. Die Absperrungen sind aber noch nicht aufgebaut, so rolle ich – mit abschalteten Motor an den verdutzten Sicherheitsleute vorbei auf den Schlosshof, um schnell ein paar Photos zu machen.

Im Garten von Schloss Wickrath, trotz eines Reittuniers

  Über Erkelenz, Hückelhoven treffe ich in Waldenrath zum erstenmal auf die Selfkantbahn, genauer auf ihre Gleise. Ich fahre ein paar Mal durch den Ort, in der Hoffnung eine Stelle zu finden, wo ich die Dampflok zusammen mit Schwalbe aufs Bild bekommen könnte. Aber mein Suchen ist nicht von Erfolg gekrönt. Also weiter zum Bahnhof von Schierwaldenrath, um eine Fahrkarte zu kaufen.

Der Zug steht schon bereit, die Lok ist aber noch nicht vorgespannt

  Auch da ergibt sich keine Gelegenheit ein Photo mit einer Lok zu machen. Aber ich bin früh genug dran, um zu beobachten wie die Lok IHS 101 „Schwarzach“ fertig gemacht wird. Wasser auffüllen, und vor dem Zug koppeln.

Die IHS 101 “Schwarzach” rollt gerade aus dem Schuppen heraus

Der Tank wird noch mit Wasser gefüllt. Dann kann es losgehen

  Mit einem Pfiff vom Schaffner geht es los, der Dampf aus dem Kessel bewegt die Kolben des Dampfross. An den Bahnübergängen, die alle unbeschrankt sind, hält der Zug erst mal an, bis ein Mitarbeiter, der sich beim Lokführer im Leitstand aufhält, die Straße mit einer Fahne gesichert hat. Erst dann geht die rasante Fahrt weiter. Es wäre kein Problem zwischendurch ein paar Blumen zu pflücken, so gemütlich geht es vorwärts. 25 Minuten braucht die Bahn für die 5,5 Kilometer lange Strecke bis zur Endstation Gillrath. Nach einem kurzen Aufenthalt – die Lok muss in die andere Richtung vor dem Zug gespannt werden.

Die Fahrt geht dicht an den Gärten der Häuser vorbei

Die IHS 101 “Schwarzach” wurde 1949 von Kraus Maffei in München produziert

Die schön Restaurierten Wagen der Selfkantbahn

  Bei der Rückfahrt ist der Zug um einiges voller. Vor mir sitzen zwei Jungens, die mit Oma und Opa unterwegs sind. Sie möchten natürlich aus dem geöffneten Fenster heraussehen, werden aber immer wieder von den beiden alten ermahnt:

  „Nun bleibt doch endlich still sitzen”.

Wenn dann später Papa und Mama fragen wie es denn war, kann ich mir die Antwort schon denken.

Die Getreidemühle in Gangelt-Breberen

  Wieder im Bahnhof fahre ich um einiges schneller wie der Dampfzug weiter zur Windmühle im Ortsteil Breberen. Leider ist diese, wie auch die Mühle in Waldfeucht nicht zur Besichtigung geöffnet. Man muss sich vorher anmelden damit sie besichtigt werden können.

Über Heinsberg, Wassenberg und Wegberg fahre ich zurück. Eine schöner Schwalbenflug mit umstieg auf Dampfkraft geht zuende.

Die Mühle in Waldfeucht

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