Feuerwehrmuseum
Da ich keine großen technischen Probleme mit meiner Schwalbe habe, bzw. diese
mit suchen und finden lösen konnte möchte ich an diesem schönen Sonntagmorgen
im März, meine erste Tour mit Schwalbe machen. Mit Absicht habe ich das
Feuerwehrmuseum in Erkelenz-Lövenich als Ziel gewählt, da es nicht allzu weit
entfernt ist. Ich muss ja erst Vertrauen in Schwalbe, und in meine eigenen
Fahrkünste mit ihr finden. Mal sehen welche Probleme auf mich zukommen.
Die Probleme macht nicht das Schwälbchen, sondern das GPS, das seinen Dienst
in der selbst gefertigten Halterung verweigert. Obwohl Spannung/Masse vorhanden,
und auch an der richtigen Stelle des Steckers, ist ihm kein Leben einzuhauchen.
Also wieder nach oben und die Akkus geholt. Schon wenige Minuten später kann
GPS die ersten Satelliten orten. Brav springt die Schwalbe an, wenn auch das
Standgas alles andere als Stabil ist. Dafür werde ich wohl noch mal Professionelle
Hilfe in Anspruch nehmen müssen.
Schöner kann der März kaum sein.
Blauer Himmel, blaue Schwalbe
Bei schönstem Sonnenschein, führt unser Weg hinaus aus Rheydt auf die
Landstraße nach Wegberg. Diese Temperaturen lockt nicht nur den
Schwalbenflieger vor die Türe, auch das Insektenvolk ist unterwegs. Bei offenem
Visier und ohne Sonnenbrille hat sich im nu ein geflügeltes Insekt im rechten Auge
verirrt. Also anhalten und erste Hilfe leisten. Für den Doppelflügler kommt aber jede
Hilfe zu spät. Ich kann dann die Zeit noch für ein erstes Photo nutzen.
Schwalbe vor dem Eingang
des Feuerwehrmuseum
Schon nach 33 Kilometer stehe ich in Erkelenz-Lövenich vor dem
Feuerwehrmuseum. Die Stadt Erkelenz hat in den 1990er Jahren die
Landmaschinenwerkstatt Granderath in Lövenich gekauft und für 2,6 Mio. DM in
ein Museum umgebaut. Seit dem 28.5.1994 befindet sich das „Rheinische
Feuerwehrmuseum e. V.“ in diesen Räumlichkeiten.
Feuerwehrspritzen in allen
Ausführungen. Sei es ganz frühe,
die noch von Menschen, oder Pferden
gezogen wurden, oder Motorspritzen
Im Museum empfängt mich, im Augenblick als einziger Besucher ein junger Mann,
der mit mir ein interessantes Gespräch über ältere Fahrzeuge, insbesondere
Feuerwehrfahrzeuge anfängt. Irgendwann kann ich mich aber doch loseisen, um
auch das Museum anzusehen.
Das Museum zeigt auf 1500 m² einen Überblick über die Feuerwehrtechnik. Die
ältesten Stücke stammen aus dem 15. Jahrhundert. Es werden Unformen, Helme
aber natürlich auch Großfahrzeuge gezeigt. Ebenso gibt es eine Spielecke, damit
auch Kinder Spaß ans Museum haben.
Der gute alte Bully.
Früher als Materialwagen benutzt
Garant,
ein Lastwagen aus
der ehemaligen DDR
Im Museum, und im Hof werden auch viele Veranstaltungen abgehalten. Von der
Tauschbörse, bis zum Weihnachtsmarkt.
Schwalbe wartet vor dem Museum
Ich verlasse das Museum wieder, um meinen Heimweg anzutreten. Nach einigen
Kicks, die die Schwalbe braucht um anzuspringen geht meine Fahrt schon wieder in
Richtung Heimat. Das Toürchen (ich will die 70 Kilometer nicht wirklich Tour nennen)
habe ich mit einer Topografischen Karte im Maßstab 1:50000 geplant. Dabei habe
ich einen Weg, der nur für Anlieger und Radfahrer erlaubt ist mit eingeplant. Dann
muss ich leider auf der Bundesstraße bleiben, die leider auch von vielen Ausflügler
stark befahren ist. Das ist kein ideales Schwalbenrevier
Meine erste Tour mit der Schwalbe nähert sich dem ende. Es sind mit Sicherheit
noch einige Sachen an ihr zu verbessern. Besonders der Vergaser, obwohl neu,
bedarf noch Pflege, und Einstellung. Wenn sie kalt ist, springt der Motor schlecht an,
und im Standgas dreht er viel zu hoch.
Noch eine kurze Pause
bevor ich wieder zu Hause bin.
Die Karte
Der Link
Die Koordinaten
N 51° 2’ 0.5’’
O 6° 19’ 26.3’